Medikamentöse Maßnahmen

Einnahme von Tabletten

Im Vordergrund steht die Verordnung von entzündungshemmenden Medikamenten, um eine schnelle Reduktion von Kniegelenksschwellung und -erguß und damit auch Linderung oder Beseitigung der Schmerzen zu erreichen.

Punktion und Injektion

Bei starkem Kniegelenkserguß ist es notwendig, eine Punktion des Gelenkes (in lokaler Betäubung) zur Druckentlastung durchzuführen. Direkt anschließend kann dann eine Injektion von einem Cortisonpräparat in das Gelenk erfolgen.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure aus den Gelenkinnenhautzellen verleiht der Gelenkschmiere ihre "Viskoelastizität". Dieser Effekt beeinflusst die Stoßdämpfung im Gelenk. Bei entzündlichen Zuständen infolge von Trauma oder Arthrose sinkt die Konzentration der Hyaluronsäure in der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Es treten klinische Symptome mit Beeinträchtigung der Gelenkfunktion auf. Durch eine mehrmalige Injektionsbehandlung von Hyaluronsäure direkt in das Gelenk kann eine Verbesserung der Ernährung der Knorpelschicht und die Vermehrung der Gelenkschmiere erreicht werden. So kommt es zur effektiven Schmerzlinderung und Wiederherstellung der schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit. Die Injektion wird mit einer kleinen Hautbetäubung durchgeführt und verursacht in der Regel keine Schmerzen. 5 Injektionen, jeweils im Abstand von einer Woche, sind notwendig, um die volle Konzentration und Wirkung zu erzielen. Untersuchungen haben gezeigt, daß der Therapieeffekt bis zu 12 Monate, in Einzelfällen sogar länger, anhalten kann.

Radiosynoviorthese

Bei ausgeprägten Schwellungszuständen, die durch mehrfache Punktionen und begleitende medikamentöse und physikalische Therapie nicht deutlich reduziert werden konnten, kann, wenn ein operativer Eingriff noch nicht indiziert ist, eine Radiosynoviorthese durchgeführt werden. Hierbei wird von einem röntgenologischen Kollegen ein radioaktives Medikament in das Kniegelenk injiziert. Der Effekt ist, daß hierdurch die entzündete Gelenkinnenhaut weitgehend beseitigt wird.